Der Pilion gehört zu den geschichtsträchtigsten Berglandschaften Griechenlands. Seine Lage im Zentrum des griechischen Raums, die Schönheit und die Vielfalt der Natur sowie die Kombination des Bergs mit dem Meer (Ägäis & Pagasetischer Golf) haben dazu geführt dass der Berg schon in der Antike berühmt war. Bereits in der Vergangenheit wurden die vielen, besonderen Merkmale der Region hochgeschätzt. Homer lobte die dichten Wälder, Pindar berichtete über die starken Winde, die die bewaldeten Flächen erschütterten und Simonides pries die imposante Pracht der Region an. Hesiod beschrieb neben den steilen Abgründe und dichten Wäldern auch die Vielfalt an Heilpflanzen und -kräutern genauso wie Heraklit.
Nach der griechischen Mythologie ist Pilion das Land der Zentauren, der mythischen Geschöpfe mit dem Mischkörper aus Pferd und Mensch. Der berühmteste Zentaur war der weise Cheiron, der sich mit der Heilkräuterkunde auskannte und auch Lehrer der Heilkunde war, der selbst Asklepios lehrte.
Die Berglandschaft wurde während der gesamten prähistorischen, historischen und byzantinischen Zeit bewohnt und erlebte vor allem in den Jahren der Türkenherrschaft eine Blütezeit. Aus dieser Zeit stammen auch die meisten erhaltenen Monumente. Der geistige und finanzielle Wohlstand in dieser Zeit resultierte aus verschiedenen Privilegien, die den Bewohnern eine eingeschränkte Freiheit einräumten, was zur Folge hatten, dass sich hier viele "unruhige" und progressive Geister aus dem übrigen Griechenland sammelten.

Das Hauptgebirgsmassiv erstreckt sich über 6 Gipfel in einer Höhe von 1450m bis 1624m, dem höchsten Gipfel (Pourianos Stavros). Die Flussläufe der Berglandschaft tragen das ganze Jahr über Wasser und kühlen so das Meerwasser ab. Beim Abstieg geht der wild gewachsene Wald langsam in kultivierte Anbauflächen mit Bäumen und Gemüseanbau über.
Das Klima des Pilion ist mediterran, mit mittleren Temperaturschwankungen, mit einem kühlen Sommer und einem milden Winter. Hier sind alle Jahreszeiten mit ihren Farben und Gerüchen klar erkennbar und im Wettstreit darum, welche die schönste ist. Die mit so vielen Schönheiten gesegnete Berglandschaft verbindet auf harmonische Art und Weise das Berg mit dem Meer, die Wildheit mit der ruhigen Landschaft, die dichten Wälder mit dem nackten Fels, die Frische des Bergs mit der Wärme des Meeres und den Regen mit der Brandung.






